Download Aktuelle Kernfragen in der Psychiatrie by Felix Böcker (auth.), Prof. Dr. Felix Böcker, Dr. Wolfgang PDF

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---' 100 150 200 250 300 350 [msl 32 E. ll. Veranschaulichung eines neuronalen Relaxationsoszillators (ohen), der durch einen Reiz nach einer konstanten Transduktionszeit (T) in Schwingung geriit (bzw. unmittelbar synchronisiert wird). Die Periode dieser Oszillation wird bei 30-40 ms vermutet. Motorische Reaktionen finden zu bestimmten Phasen der Oszillation statt, was in den Reaktionshistogrammen (unten) eine Mehrgipfligkeit bewirkt.

Auch aus dem Bereich der Okulomotorik, IaBt sich auch fUr diesen Funktionsbereich der Reizantwort ein moduIarer Aufbau annehmen. Eine bekannte Tatsache aus Neurophysiologie und Neurologie ist nun, daB der sensorische Eingang nicht hinreichend ist fUr die VerfUgbarkeit mentaler Funktionen. Damit ein Gehirn funktioniert, d. h. Subjektives verfUgbar ist, muB ein bestimmtes Aktivationsniveau gegeben sein (Abb. 8). Die energetische Versorgung des Gehirns wird hier schematisch in der Weise angenommen, als gabe es nur ein einziges energetisches Reservoir fUr die Funktionsbereiche und die einzelnen Module.

Wollen ist in seiner Eigenstandigkeit nur schwer zu fassen, dennoch versteht sich jeder Mensch auch als "Wollender". Ein dariiber hinausgehender Beweis fUr das aktive, selbstbestimmte, freie und schopferische "Wollen-Konnen" ist wohl nicht moglich. Nach meinem Empfinden reicht dieser Beweis allerdings aus. Allenfalls kann zusatzlich angefUhrt werden, daB ohne Wollen-Konnen Schuld und Gewissen nicht zu denken sind. Schuldempfinden und Gewissen sind aber ebenfalls jedem Menschen inne. Wollen hat wie alles Seelische eine somatische Entsprechung.

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